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Fest der Liebe

Alle Jahre, immer wieder,

singt man unterm Tannenbaum

eine handvoll Weihnachtslieder --

deren Texte kennt man kaum.

Man wühlt in Bergen von Geschenken,

die immer mehr und größer werden,

man versteht, sich abzulenken

von Not und Elend hier auf Erden.

Dieweil wir ohne Pause fressen,

in Völle in den Polstern lungern,

zwingen wir uns zu vergessen,

dass Millionen Menschen hungern.

Von Weihnachtsfrieden keine Spur,

wir lesen und wir beten nicht,

wir verlieren an Kultur

und gewinnen an Gewicht.

Das Weihnachtsfest ist ohne Frage

mehr ein Fress- und Saufgelage,

als die Stille Heil`ge Nacht,

in der das Christkind „oh wie lacht“.

Wir fürchten uns allein zu sein,

wenn die Weihnachtsglocken läuten,

doch trudelt Kind und Kegel ein,

dann graut uns doch vor all den Leuten.

Wir fin  Wir möchten dieses Fest bescheiden,

stressig, spießig, blöde, bieder -

und möchten es partout nicht missen.

Alle Jahre, immer wieder.

Nikolaus 1

Die Nacht ist still, das Licht ist aus,

die Stiefel stehen auf dem Flur.

Durchs Haus schleicht sich Sankt Nikolaus,

doch der beschenkt die Guten nur.

 

Den bösen ist nicht wohl zumute,

denn sie kriegen`s mit der Rute,

und Dich steckt Niklas huckepack

in seinen riesengroßen Sack !

Nikolaus 2

Von draus, vom Walde komm` ich her

und habe nichts als Dich im Sinn.

Mein Sack ist groß und prall und schwer,

und nur für Dich ist etwas drin.

Ich kann ihn nicht auf einmal leeren,

doch schenk` ich Dir, so viel ich kann.

Was er hat, auch zu entbehren,

kann nur ein echter Weihnachtsmann.

Nikolaus 3

Die Nacht ist still, das Licht ist aus,

die Stiefel stehen auf dem Flur.

Durchs Haus schleicht sich Sankt Nikolaus,

doch der beschenkt die Guten nur.

 

Den bösen ist nicht wohl zumute,

denn sie kriegen`s mit der Rute,

und Dich steckt Niklas huckepack

in seinen riesengroßen Sack !

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